Roséweine

Die beliebtesten Rebsorten für die Roséweine vom Kap sind:  Cabernet Sauvignon, Shiraz, Pinotage und Mourvèdre. Diese werden als reinsortige Weine oder als Cuvée ausgebaut. Eine Cuvée ist eine Vermählung von mehreren Rebsorten in einem Wein. Die jeweiligen Anteile bestimmt der Kellermeister, mit dem Ansinnen interessantere und individuelle Weine zu komponieren.

Weingenuss
Südafrika

Südafrikas Roséweine überzeugen mit ihrem fruchtigen Geschmack. Ihre natürliche Spritzigkeit verdanken sie dem besonderen Klima in den Kapregionen. Da es dort nachts sehr stark abkühlt, verlangsamt sich der Säureabbau in den Trauben bei der Reife. Um die beliebte frisch-fruchtige Aromatik dieser Weine zu erhalten, ernten viele Winzer diese Rebsorten deshalb etwas frühzeitiger.   

Roséweine werden aus roten Rebsorten hergestellt, die wie Weißweintrauben verarbeitet werden. Was das heißt? Bei roten Weinbeeren stecken die Farbstoffe in der Beerenhaut. Der Fruchtsaft ist also sehr hell. Um Rosés zu erzeugen, quetscht man roten Traubenbeeren nur leicht an. Der Saft wird dann zeitnah abgepresst. Will man etwas kräftigere Roséweine erzeugen, bleibt der Saft etwas länger auf der Maische ruhen. Dabei wandern die Farbpigmente aus der Schale in den Most. Dann wird gepresst und der Saft vergoren. Meist in Edelstahltanks und bei möglichst kühlen Temperaturen. So bleibt das fruchtig-blumige Traubenaroma im Wein erhalten.

Roséweine sind herrliche Sommerweine. Sie schmecken solo und als Begleitung zum Essen. Sie passen zu Vesperplatten, gemischten Antipasti und zu Tapas. Auch zu sommerlichen Salaten, gegrilltem Fisch, hellem Fleisch, zu vegetarischen und zu asiatischen Gerichten sind Roséweine eine erfrischende Wahl. Sind die Gerichte etwas schärfer gewürzt, dann dürfen die Weine mit etwas Süße am Gaumen den Speisen Paroli bieten. Wir lieben Roséweine zu milden Schnittkäsen, Edamer oder jungem Gouda. Im Sommer reichen wir auch zu herzhaften Grillgerichten gerne rosige Südafrikaner. Bei heißen Temperaturen dürstet es uns eher nach einem eisgekühlten Drink, als nach einem Rotwein mit „Zimmertemperatur“. Da wir gerne mit Freunden gemeinsam kochen, essen und trinken, sind Cape Tapas immer ein vergnüglicher Auftakt einer sommerlichen Küchen- oder Gartenparty.

Weinanbaugebiet in Südafrika Weinernte: Begutachten der Weintrauben
Winzer vor Traubenernte

Der Sommer
wird Rosé

Vorbei sind die Zeiten, als Fans von Roséweinen von Weinprofis mitleidig belächelt wurden. Das liegt daran, dass weltweit immer bessere Roséqualitäten produziert werden. Viele Erzeuger widmen diesen Weinen einfach mehr Aufmerksamkeit. Auch in der gehobenen Gastronomie werden Rosé häufiger empfohlen – gerne auch vom Kap. Das Angebot südafrikanischer Rosés reicht inzwischen von leichten Spaßweinen, trockenen Alltagsweinen bis zu gehaltvollen Essensbegleitern.

Wer Lust auf Rosés hat, der soll einfach ausprobieren, was seinem Gusto entspricht. Entweder Ihr kauft eine Auswahl und testet einfach was Euch schmeckt. Macht am Besten gleich ein Foto vom Etikett, damit Ihr Euren Favoriten dann im prall gefüllten Weinregal im Handel auch wiederfindet. Wie gehaltvoll Rosé schmeckt, kann man oft an seiner Farbe erkennen. Oft werden diese Weine in hellen Flaschen angeboten. Eine einfache Regel lautet: Je dunkler die Farbe, desto kräftiger der Geschmack.

Wer etwas süßere Weine mag, der sollte Weine mit der Angabe „Trocken“ vermeiden. Ein Indiz für einen höhenwertigen Rosé ist die Angabe einer Rebsorte oder einer spezifischen Herkunft auf dem Etikett. Bei den Südafrikanern ist eine gesetzlich definierte Herkunft immer mit Wine of Origin (abgekürzt W. O.) gekennzeichnet. Damit ist garantiert, dass die Trauben für diesen Wein zu 100 Prozent von dort stammen. Und im Zweifelsfall, kann der Wein von der Flasche bis zum Rebstock zurück verfolgt werden.

Genuss pur

Serviert Roséwein unbedingt gut gekühlt! Superschön präsentiert Ihr Eure Weine, wenn Ihr die Flaschen in einen Eiskübel packt. Von transparent bis Vintage – egal, Hauptsache kalt. In Südafrika ist es kein Fauxpas, sich einen Eiswürfel ins Weinglas zu geben. Warum auch nicht? Schließlich wollen wir den Moment, die gesellige Stimmung und das Leben genießen. Deshalb lautet die Devise: Kaufen und genießen – Roséweine sind keine Weine, die Ihr aufbewahren solltet. Denn der nächste Jahrgang kommt bestimmt.

Unser Sommertipp: Roséwein-Schorle – sie sind ideale Durstlöscher, die zudem noch gut aussehen. Bedenkt bitte: Je besser der Wein, desto besser ist natürlich auch die Schorle. Verwendet unbedingt Mineralwasser! Bevorzugt mit einem hohen Anteil an Mineralien (Natrium, Kalzium, Magnesium). Das intensiviert den erfrischenden Säuregeschmack. Mit Rosé darf ruhig gemixt und experimentiert werden: z. B. Roséwein und Mineralwasser mit einem Schuss alkoholfreiem roten Grenadine-Fruchtsirup aufmischen. Mit Limetten- oder Zitronenscheibe und Minzblatt dekorieren und fertig ist der sommerliche Weincocktail.

Sommerdrink 2016: Das Frauenmagazin Brigitte entdeckte Rosé bereits als Sommerhit und kürte „Frosé“ zum Sommerdrink des Jahres 2016. Das Wortspiel verrät bereits, um was es sich dabei handelt: Frosé ist ein cremiger, eisgekühlter Rosé – besser gesagt ein „Wine Slushie“. Erfunden wurde dieser geniale Drink in der Bar Primi in New York. Für die Zubereitung zu Hause braucht man ein Tiefkühlfach, einen Turbomixer, einige wenige Zutaten. Dafür etwas Zeit, bis alles gefroren ist.

Genuss: Weinglas mit Eiswürfeln Frozé in Weinglas

Rezept Frozé

Eine Flasche südafrikanischer Rosé in ein gefriertaugliches Gefäß schütten und im Tiefkühlschrank für circa sechs Stunden einfrieren lassen.

250 Gramm Erdbeeren klein schneiden. 120 Milliliter Wasser und 120 Gramm Zucker vermengen und erhitzen, bis der Zucker sich aufgelöst hat. Erdbeeren zugeben, gut umrühren und dann 30 Minuten ziehen lassen. Erdbeeren aussieben, den Saft auffangen und kalt stellen.

Zwei Zitronen für circa 80 Milliliter Saft auspressen.

Wein, Erdbeerzuckerlösung und Zitronensaft in einen Mixer geben, 120 Gramm Eiswürfel/crushed Eis hinzugeben und alles gut vermischen.

Das Ganze wird dann nochmals eingefroren, bis es die Konsistenz eines Milchshakes hat; dann nochmals kurz aufmixen. Mit frischen Beeren und Minzblätter garnieren und in hübschen Gläsern servieren.

Zutaten

Halbtrockener südafrikanischer Roséwein aus 

300 Gramm Erdbeeren

120 Milliliter Wasser

120 Gramm Zucker

2 Zitronen

120 Gramm Eiswürfel (oder crushed Ice)

Minzblätter